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Prime Tower - Einsatz für die Sicherheit

20.09.2021Bouygues Energies & Services
Rettungseinsätze in und an Hochhäusern stellen Blaulichtorganisationen aber auch Gebäudemanager vor grosse Herausforderungen. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, übte Schutz & Rettung Zürich die Rettung von Reinigungsmitarbeitenden aus einer Fensterreinigungs-Gondel am Prime Tower in rund 80 Metern Höhe.

 

 

«Ein ernsthaftes Problem stellt gerade in Sommermonaten die Oberflächenhitze des Turms dar», erklärte Andi Birrer, Einsatzleiter bei Schutz & Rettung Zürich, der anwesenden Medienschar gleich zu Beginn. Die rund 21'000 m2 umfassende grüne Oberfläche des Prime Towers besteht aus 4’388 einzelnen Fassadenelementen. An sehr heissen Sommertagen können sich diese auf bis zu 100° C erwärmen. Ein Problem für das zum Einsatz kommende Material wie auch für die Rettungskräfte selbst. 

 

Zumindest an diesem sommerlichen Freitagmorgen war die Hitzeproblematik kein Thema. Bei milden Temperaturen trafen die Höhenretter von Schutz & Rettung Zürich vor dem Prime Tower ein, wo sie sogleich von Michi Isenring, Mandatsleiter Facility Management Zürich West von Bouygues Energies & Services in der Schweiz, in Empfang genommen wurden. Seit 2010 erbringt Bouygues Energies & Services im Auftrag der Eigentümerin Swiss Prime Site integral sämtliche infrastrukturellen und technischen Facility-Management-Leistungen im ehemals höchsten Gebäude der Schweiz.  

Ein anspruchsvolles Mandat

Der Betrieb der 126 Meter hohen Landmarke der Stadt Zürich bedingt höchste sicherheitstechnische und gebäudetechnische Anforderungen an den Provider. Als Mandatsleiter ist Michi Isenring seit 2017 für einen reibungslosen Ablauf im Prime Tower verantwortlich. Obwohl die anstehende Übung auch ein Prüfstein für die Qualität der Organisation vor Ort ist, machte sich bei ihm keine Nervosität breit. «Da Bouygues Energies & Services dem Thema Sicherheit höchste Priorität beimisst und mein Team und ich viel Zeit in die Einübung der korrekten Abläufe investieren, bin ich sehr zuversichtlich, dass die Übung ohne Zwischenfall über die Bühne gehen wird. Natürlich habe ich darüber hinaus vollstes Vertrauen in die Spezialisten von Schutz & Rettung Zürich und das Arbeitsmaterial», fügte er an.

 

Die Spezialeinheit Höhenrettung der Berufsfeuerwehr der Stadt Zürich umfasst rund 20 Mitarbeitende. Sie alle verfügen über einen entsprechenden Hintergrund in der Bergrettung oder als Alpinisten und sind mit gefährlichen Situationen in grosser Höhe vertraut. Die Übung bestand an diesem Morgen aus zwei Sequenzen, wobei in beiden Fällen die Rettung von Reinigungsmitarbeitenden aus einer Fassadengondel simuliert wurde. In der ersten Sequenz seilten sich die Höhenretter vom Dach des 36 Stockwerke umfassenden Prime Towers zur Gondel im 23. Stock ab. Die zweite Sequenz sah die Rettung auf Höhe des 8. Stocks vor und erfolgte ebenfalls vom Dach aus. Im zweiten Fall übernahm ein BYES-Mitarbeitender realitätsgetreu den Part der zu rettenden Person. Denn rund einen Monat im Jahr verbringen die spezialisierten Reinigungskräfte von Bouygues Energies & Services jeweils mit der Reinigung der Aussenfassade des Hochhauses.

Anspruchsvolle Übung – für Mensch und Material

Neben der hohen Hitze sind auch starke Winde an der exponierten Fassade problematisch für die Evakuation. Die Bedingungen in derartigen Höhen stellen zudem höchste Ansprüche an die zum Einsatz kommenden Materialien – sowohl der Fassadengondel als auch des zum Einsatz kommenden Abseilgeräts. Nachdem die Abseilvorrichtung am dacheigenen Kran befestigt worden war, bewegte sich der Höhenretter nach Absprache mit dem Einsatzleiter in einem sogenannten Auffanggurt in die Tiefe zum vermeintlich verunglückten Reinigungsmitarbeitenden. Dieser wurde dabei bei beiden Sequenzen von einem Höhenretter von Schutz & Rettung Zürich begleitet, welcher die Bergung überwachte und als Betreuer zur Seite stand. Nachdem der Höhenretter den Mitarbeitenden erreicht hatte, wurde dieser zunächst versorgt, ehe er mit einer speziellen Vorrichtung am Auffanggurt des Retters gesichert und abtransportiert wurde. Der Transport erfolgt dabei nach Möglichkeit immer abwärts. Dies gestaltet sich einfacher und die Patientin bzw. der Patient ist so direkt beim Rettungswagen. Die zu rettende Person über die Brüstung zu bringen, wäre schwieriger zu bewerkstelligen, weil es dafür einen hohen Umlenkpunkt bräuchte. Die zweite Übung lief nach gleichem Muster ab, wobei sich die Gondel nur etwa 20 Meter über Boden direkt unter einer Auskragung des Turms befand, was eine zusätzliche Herausforderung darstellte. In beiden Fällen gelangten alle Beteiligten unversehrt zurück auf den Boden.

Arbeitssicherheit geniesst hohe Priorität

Mitentscheidend für den Erfolg einer Rettung im Ernstfall ist neben der Leistung der Feuerwehr insbesondere auch das Zusammenspiel mit den für den Gebäudebetrieb verantwortlichen Organisationen. Nebst der gewissenhaften Übung der Abläufe ist eine schnelle und zielgerichtete Reaktion des Facility Managements erforderlich. «Sicherheitsdenken ist Teil unserer Identität bei Bouygues Energies & Services. Dementsprechend wichtig sind solche Übungen, um alle Abläufe zu überprüfen und uns stets zu verbessern. Dennoch ist es natürlich unser Bestreben, solche Situationen durch entsprechend vor- und umsichtiges Denken, Planen und Handeln gar nicht erst entstehen zu lassen. Schutz & Rettung Zürich sowie auch meinen Mitarbeitenden danke ich für die vertrauensvolle und angenehme Zusammenarbeit bei der Planung und Durchführung dieses Trainings», resümiert Mandatsleiter Michi Isenring.

Interview mit Michael Isenring, Mandatsleiter Zürich West